Streetlife-Festival am 4.-5. Juni 2011

Liebe Freunde,

an diesem Wochenende (4.-5. Juni) findet auf der Ludwig- und Leopoldstraße in München das Streetlife-Festival statt. Nach der erfolgreichen Aktion im letzten Jahr wollen wir wieder diese Gelegenheit nutzen, um unseren Verein zu präsentieren. Vor allem möchten wir auf die Lage der politischen Gefangenen im Iran, der Flüchtlinge in Europa sowie auf den jüngsten, politisch motivierten Mord an Haleh Sahabi während der Beerdingung ihres Vaters, des Oppositionspolitikers Ezatollah Sahabi, aufmerksam machen.

Wo? Ludwigstraße / Ecke Galeriestraße / nördlich vom Odeonsplatz
Wann? Samstag 16 - 20 Uhr, Sonntag 11 - 20 Uhr

Wir freuen uns auf Euch! Bei jedem Wetter!

Das Schweigen der Haleh Sahabi

Der folgende Artikel ist ein Augenzeugenbericht aus dem Iran. Vielen Dank an Mazdak für die Übersetzung!

Alles ging langsam vor sich... Obwohl die Sicherheitskräfte sowohl im Haus als auch in den umliegenden Straßen versammelt waren, verhielten sich alle ruhig, damit die Leichnam des Herrn Sahabi am Ende ja nicht von den Falschen weggetragen wird.

Es war ca. 6.30, als sie seinen Leichnam in seinem grünen Hof im Haus wuschen und nachdem der Sohn des Ayatollah Montazeri ein Gebet vortrug, hoben seine Freunde nacheinander am Totenbett die guten Eigenschaften des Herrn Sahabi hervor. Die Familie Sahabi bedankte sich für die Zusammenarbeit der Mitarbeit des Informationsministeriums und bat die Gäste, in Ruhe diese "religiöse Zeremonie" zu vollziehen.

Ezatollah und Haleh SahabiEzatollah und Haleh Sahabi

Spotlight für die Gefangenen in Iran?

Beitrag von Uli v. Sanden für die Konferenz "Menschen, Rechte, Freiheit - Iran" am 2. Mai in München. Internationale Organisation zum Schutz der Menschenrechte in Iran

Amnesty International Deutschland - uns allen hier hinreichend bekannt - feiert heuer den 50. Geburtstag. Einzelne Amnesty Gruppen schreiben Briefe, Postkarten, nicht im Namen von Amnesty, sondern als Individuen ehrenamtlich, kümmern sich um Einzel’fälle‘; die Untersuchungen im Iran selber werden durch festangestellte researcher von London aus vorgenommen; so ist z.B. die Verurteilung des sprunghaften Anstiegs der Hinrichtungen seit Dezember 2010 (alle 8 Stunden eine Hinrichtung) von Amnesty International herausgegeben worden.

Oft stoßen wir auf die Forderung: "Amnesty .. soll .. - Amnesty hat nur die Macht, die es durch die Vielzahl seiner Mitglieder erhält"...

"Der 12. Juni 2009 hat mein Leben total verändert"

Bericht von der Konferenz "Menschen, Rechte, Freiheit - Iran" vom 2. Mai in München, Eine Welt Haus. Internationale Organisation zum Schutz der Menschenrechte in Iran. Quelle: http://mehriran.de

Die Vielfalt der Menschen und Meinungen in Iran ist sehr groß. Das Regime in Iran braucht keine Vielfalt, toleriert keine Vielfalt, bekämpft Vielfalt. Das System des Obersten Führers toleriert nur Gehorsam gegenüber dem Führer, der angeblich Gottes Stellvertreter auf Erden sei.
Die Bürgerrechte und die Menschenrechte gelten dem Regime nichts in seiner konsequenten Verfolgung Andersdenkender.
Freiheit eigene Entscheidungen bezüglich des eigenen Lebens zu treffen ist die Sehnsucht der iranischen Gesellschaft. Diese Freiheit unterdrückt das Regime auf vielfältige Weise.

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