Missing Iranian Photojournalist Maryam Majd Arrested

Photojournalist Maryam Majd, who had been reported “missing,” has been arrested, a source close to Majd family told the International Campaign for Human Rights in Iran on condition of anonymity. According to the source, Majd called home yesterday to inform her family of her whereabouts, but the family is under pressure not to talk to the media. The source told the Campaign that on the evening of 16 June, four men likely from the Intelligence Ministry, went to Majd’s home and after searching the premises and her room, arrested the sports photographer. The agents also took some of Majd’s personal items with them.

Iranische Fotografin auf dem Weg zur Fußball-WM verschwunden

Im Folgenden unsere Presseerklärung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die iranische Fotojournalistin Maryam Majd ist auf dem Weg von Teheran nach Düsseldorf "verschwunden". Sie wollte auf Einladung der früheren deutschen Nationalspielerin Petra Landers zwei Monate in Deutschland verbringen, um über die Frauenfußball-WM zu berichten und an einem gemeinsamen Buchprojekt zu arbeiten.

In den Online-Zeitungen der iranischen Opposition wird berichtet, dass sie vermutlich verhaftet wurde. Maryam Majd ist als Fotoreporterin für die Frauensportseite http://www.shirzanan.net/ tätig. Außerdem war sie an einer Kampagne beteiligt, die Frauen den Zugang zu Fußballstadien im Iran ermöglichen will.

Petra Landers berichtet in einem offenen Brief, dass Maryam Majd am 17. Juni nach Düsseldorf reisen wollte. Sie hatte sich noch vom Teheraner Flughafen aus bei ihrer Gastgeberin gemeldet, ist aber nie in das Flugzeug gestiegen:

20. Juni: Angehörige von Opfern des Regimes rufen zur Teilnahme an weltweiten Protesten auf!

In einem Video hat die Mutter von Mohammad und Abdollah Fathi zur Teilnahme an weltweiten Protesten in Solidarität mit den Opfern des iranischen Regimes vom 20. bis 28. Juni (30. Khordad bis 7. Tir nach dem persischen Kalender) aufgerufen. Die zwei Brüder wurden am 17. Mai 2011 im Wesentlichen deshalb hingerichtet, weil sie einer Familie von politischen Aktivisten angehörten.

Der 20. Juni 2009 ging als "schwarzer Samstag" in die jüngste Geschichte Irans ein. An diesem Tag wurden in Teheran zahlreiche Demonstranten getötet, weil sie ihre Stimme gegen die Wahlfälschung durch Mahmoud Ahmadinejad und Ali Khamenei erhoben hatten. Das bekannteste Opfer war sicherlich Neda Agha Soltan: ihr Tod wurde auf einem Amateurvideo aufgenommen, welches sich schnell um die ganze Welt verbreitete.

Film- und Diskussionsabend am 12. Juni 2011 in der Ligsalz8

Anlässlich des zweiten Jahrestages der gefälschten Präsidentschaftswahl im Iran und der darauffolgenden Proteste laden wir, die Gruppen United 4 Iran - Bayern e. V. und Iranische Jugend und Studenten, Euch zu einem Film- und Diskussionsabend ein.

Der Film "For a Moment Freedom" erzählt von der Odyssee dreier iranisch-kurdischer Flüchtlingsgruppen: einem Ehepaar, zwei jungen Männern mit zwei Kindern und einem ungleichen, befreundeten Männerpaar. Sie alle flüchten aus dem Iran und dem Irak und landen in der türkischen Hauptstadt, wo sie, die Freiheit vor Augen, in einem wenig vertrauenswürdigen Hotel tagtäglich auf den positiven Bescheid ihrer Asylanträge warten. Hoffnung und zugleich Ungewissheit charakterisieren diese erzwungene Pause auf dem Weg in ihre Unabhängigkeit.

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