355 Sitze - 355 politische Gefangene (Süddeutsche Zeitung)

Süddeutsche Zeitung (15. Februar 2011): Der Kampf für künstlerische Freiheit im Iran findet auch jenseits der großen Bühne der Berlinale statt. Auf Betreiben des Vereins United4Iran zeigte das Arri-Kino am Sonntag Jafar Panahis 'Der Kreis' und von Mohammad Rasoulof 'In the Meadows'. Panahis Verhaftung hatte dafür gesorgt, dass sein Platz in der Berlinale Jury unbesetzt bleiben musste. Er und sein Kollege Mohammad Rasoulof waren im Iran wegen der Vorbereitung eines regimekritischen Films zu sechsjährigem Berufsverbot verurteilt worden. Um über diese vieldiskutierten Fälle hinaus auf solches Unrecht aufmerksam zu machen, hatte man in München nicht wie in Berlin einen Stuhl frei gelassen, sondern alle 355 Sitze des Arri symbolisch mit politischen Gefangenen besetzt. Auf jedem Sitz lag ein Zettel mit Namen und Bild eines Inhaftierten.

Protest vor dem Konsulat - 25 Bahman

Wegen der für heute angemeldeten Demonstrationen im Iran werden auch wir in München heute Nachmittag vor dem Konsulat protestieren!!

Zeit: 15.30 Uhr, 14. Februar (25. Bahman) 2011
Ort: Mauerkircherstr. 59, 81679 München

Hintergrund: Iranische Opposition erneuert Protestaufruf

Wir freuen uns auf Euch!

Solidarity with Panahi, Rasoulof and Hundreds of Political Prisoners in Iran

Today, the ARRI Cinema in Munich is going to show two films by Jafar Panahi and Mohammad Rasoulof in solidarity with the comdemned filmmakers. Both have been sentenced to 6 years in prison and 20 years ban from making films, writing any type of screen play, and travelling abroad. To raise awareness for this injustice, and for the crimes committed against political prisoners in Iran, we (United4Iran Bayern) prepared flyers with information on different political prisoners - one for each of the 350 seats in the cinema!!

The filmmakers Jafar Panahi and Mohammad Rasoulof are two of hundreds of political prisoners (or condemned regime critics) in Iran. Many of them develop physical and mental illnesses in prison, caused by bad hygiene, torture, and denial of medical treatment. Moreover, visits by family members and friends are heavily restricted. Some prisoners even have to serve their terms in exile, far away from their family's residence.

Iranischer Außenminister darf zur Münchner Sicherheitskonferenz kommen - EU hebt Einreiseverbot auf

Seit Tagen warten wir auf eine Bestätigung, ob der iranische Außenminister Salehi an der Münchner Sicherheitskonferenz an diesem Wochenende teilnehmen wird.

Salehi dürfte als Chef der iranischen Atombehörde eigentlich nicht in die EU einreisen. Er wurde bereits 2007 mit einem Visabann belegt. Nun hat die EU auf Bestreben der Bundesregierung das Verbot aufgehoben, so dass Salehi nach München kommen kann. Quelle: Reuters

Die Gruppe IranOla hat eine E-Mail-Kampagne gegen die Einladung Salehis gestartet. Informationen dazu und einen Musterbrief findet Ihr unter diesem Link: IranOla-Kampagne

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