Nachtrag zum Tod mehrerer friedlicher Demonstranten - aus den Blogs

Die friedlichen Kundgebungen der oppositionellen Grünen Bewegung zur Unterstützung der arabischen Protestbewegungen endeten am 14. Februar 2011 für zwei junge iranische Demonstranten tödlich.

Updates aus Teheran: Grüne planen Dienstags-Demonstrationen (Julias Blog)

Tehran Bureau, 24. Februar 2011 – Das aus Beratern und Vertrauten von Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi bestehende Koordinationskomitee des Grünen Pfades der Hoffnung hat seine dritte Erklärung herausgegeben. Darin heißt es, man werde jede friedliche Methode anwenden, um die Regierung dazu zu zwingen, die Rechte der Bürger zu achten, also auch zivilen Widerstand und zivilen Ungehorsam, Streiks und Sit-ins. Man werde jeden nationalen und religiösen Anlass nutzen, um gegen die Vorgänge im Land zu demonstrieren.

Human Chain Project - Menschenkette gegen die Todesstrafe im Iran

English, Farsi below

HUMAN CHAIN PROJECT ist eine unpolitische Organisation von Menschenrechtsaktivisten aus aller Welt, die am 05. März 2011 zum ersten Mal in vielen Städten auf der ganzen Welt Menschenketten veranstalten wird. "Hand in Hand, Schulter an Schulter" wollen die Menschen aufmerksam machen auf die Hinrichtungen und massiven Menschenrechtsverletzungen im Iran. Laut Menschenrechtorganisationen wird im Iran alle 8 Stunden ein Mensch hingerichtet. Der iranische Staat steht schon lange in der Spitze der Staaten mit höchster Hinrichtungsanzahl. HUMAN CHAIN PROJECT fordert mit dieser friedlichen Aktion eine sofortige Abschaffung der Todesstrafe im Iran und einen verstärkten internationalen Druck der Regierungen auf den Iran.

Ali Samadi Ahadi „Ich werde nie wieder in den Iran reisen können“ (jetzt.de)

Der in Köln lebende Regisseur Ali Samadi Ahadi hat auf Basis von Handyfilmen und Blogeinträgen einen Film über die grüne Revolution im Iran gedreht.

Im Sommer 2009 demonstrieren hunderttausende Iraner in Teheran gegen den Wahlbetrug Ahmadinedschads. Die friedlichen Proteste wurden brutal niedergeschlagen, Blogger und Journalisten verhaftet und gefoltert. Der Regisseur Ali Samadi Ahadi hat in seinem Film The Green Wave Handyfilme und Blogeinträge aus dieser Zeit mit der fiktiven Geschichte zweier iranischer Demonstranten verknüpft. Samadi wurde 1972 im Iran geboren und kam als Jugendlicher nach Deutschland. Für seine Dokumentation „Lost Children“ wurde er 2006 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. „The Green Wave“ läuft am 24. Februar in deutschen Kinos an. Es ist der erste Kinofilm zur sogenannten grünen Bewegung im Iran.

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